Einen Tag vor Kaiser's Geburtstag wurde der langjährige Direktor der
"Technischen Staatslehranstalten zu Hamburg", kurz auch "HaTeSta" genannt,
Direktor Schlotke, mit einem großen Fackelzug verabschiedet.
An diesem 26.Januar 1901 fanden sich danach viele begeisterte Studenten zusammen,
um im Geiste des Turnvater Jahn, den "Turnverein Technikum Hamburg" zu gründen.
Ein Jahr später wurde diese Vereinigung in "Turnerschaft Technikum Hamburg"
umbenannt, kurz "TTH". der Wahlspruch lautete:
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Mut und Frei - Furchtlos und Treu!
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Wöchentlich trafen sich regelmässig 40 - 50 Studenten auf dem Turnboden,
um unter fachmännischer Anleitung von Professor Abel, dem Dozenten für Schiffbau,
zu turnen und sich in Wettkämpfen zu messen. Seit der Weihnachtskneipe 1911 trug
man erstmals Couleur, nämlich ein weiß-rot-weißes Band (die hanseatischen Farben)
und eine rote Mütze. Die Farben wurden aber nicht in der Öffentlichkeit getragen.
Von 1914 bis 1918 ruhte der Turnbetrieb aufgrund des Ausbruchs des 1. Weltkrieges,
der viele junge Studenten zu den Waffen rief.
Unser Bundesbruder, Dr. Johannes Lippert al. Adonis und einige seiner
Studienkollegen waren seit Frühjahr 1919 ebenfalls Mitglied dieser Turnerschaft,
die den Turnbetrieb wieder aufgenommen hatte. Auf dem Gründungs-Kommers, am
26.Januar 1920, änderte die "Turnerschaft Technikum Hamburg" ihren Namen in
"Turnerschaft Niederelbe", den Wahlspruch in "Furchtlos und Treu", das Band
in rot-blau auf weißem Grund und dazu eine blaue Mütze. Auch der Fechtbetrieb
wurde aufgenommen.