Die Gründung

Unser Bundesbruder Adonis nahm mit einigen anderen seinen ehrenvollen Abschied von der "Turnerschaft Niederelbe" und man traf sich vorläufig zwanglos ohne Farben in einem Lokal in der Papenhuder Straße oder in der Werkstatt, einer Polsterei, des Vaters unseres Bundesbruders Walter Baumhögger al. Wotan in der Zimmerstraße. Die Absicht war, baldmöglichst eine Burschenschaft zu gründen. Da die meisten Studenten Schiffbauer waren, wollte man die zu gründende Verbindung "Burschenschaft Wiking" nennen. Um sich aber nicht einseitig zu orientieren und auch Studenten anderer Fachrichtungen aufnehmen zu können, ließ man diesen Namen fallen und entschied sich für "Burschenschaft Vandalia". Bei der Wahl der Farben stand der damalige Dozent an der Ingenieur-Schule, Professor Paul Lorenz, beratend zur Seite und zwar:

grün-rot-weißes Band mit silberner Perkussion und grüne Mütze (Göttinger Nackenformat).
Grün für: Hoffnung, Blühen, Wachsen, Zukunft.
Rot für: Freude, Freundschaft, Blut.
Weiß für: Wahrheit, Gerechtigkeit, Reinheit.


Der Wahlspruch:
Ehre - Freiheit - Vaterland
vivat crescat floreat vandalie!


Die Gründung unserer Burschenschaft erfolgte am 18. Januar 1921, dem Reichsgründungstag. Die erste Konstante war das Hotel "Zu den 3 Ringen" am Hühnerposten (Nähe Hauptbahnhof).
Die Gründung wurde von der "Turnerschaft Niederelbe" und der seit 4. Oktober 1920 existierenden "Burschenschaft Frisia", inzwischen ebenfalls stark angewachsen, sehr begrüsst, da unsere Burschenschaft als schlagende Verbindung auftrat. Mensuren konnten verabredet werden.
Durch die Abspaltung betrieben von unserem Bundesbruder Walter Schröder al. Ajax, gründete sich 1934 die "Burschenschaft Borussia". Deren noch lebenden Mitglieder kehrten nach dem Ende des 2. Weltkrieges weitgehend in unsere Verbindung zurück und trugen neben ihrem Band schwarz - silber - schwarz wieder unsere Farben, gelegentlich mit ihrer weissen Mütze. Es waren 35 Bundesbrüder, von denen besonders die Bundesbrüder Ajax, Nabob, Probus, Bummel intensiv am Verbindungsleben teilnahmen. Wir haben ihnen viel zu verdanken.
Bis Mitte 1937 wuchs, blühte und gedieh unsere Burschenschaft, musste dann aber suspendieren, weil der damalige Bundesbruder Kochanowski, seines Zeichens Reichsführer des Friedrichsruher Waffenringes, sich bemühte unsere Burschenschaft in den NS Studentenbund zu überführen. Dieses wollte die überwiegende Mehrheit der Bundesbrüder jedoch nicht und die Verbindung löste sich nach aussen auf. Privat blieb der Kontakt weiter bestehen, so weit es während des Krieges möglich war.